Hundetraining / Hundeschule / Hundetrainer / Problemhund

 

Stellen Sie sich vor...

Sie könnten sich einfach mit Ihrem Hund verständigen. Sie würden Ihren Hund verstehen und könnten sich selbst Ihrem Hund verständlich machen. Welche Hilfe brauchten Sie dann noch von außen?

Und genau hier liegen die Probleme Wir verstehen oftmals die Sprache der Hunde nicht und wir selbst kommunizieren unverständlich. Die daraus resultierenden Missverständnisse werden schnell als Dominanz oder Befehlsverweigerung interpretiert, was zur Folge hat, dass die Verständigung zunehmend missverständlicher wird.

Meine Aufgabe sehe ich darin, genau dieses Verstehen wieder herzustellen, denn einzig darum geht es. Wir brauchen niemanden, der uns sagt, was unser Hund darf und was nicht. Kein Regelwerk und keine Maxime. Die vielen Ratschläge in den Büchern, dem Fernsehen und in den zahlreichen Videos haben nicht dazu beitragen können, dass Menschen und Hunde sich näher kommen konnten. Und noch weniger, dass sie miteinander kommunizieren können. Das Gegenteil davon ist eingetreten.

Bevor wir auf unsere Hunde einwirken, bevor wir mit dem Training beginnen, müssen wir verstanden haben, warum sie sich so oder so verhalten! Ein Hund, der an der Leine zieht, weil er es einfach nicht gelernt hat an der Leine zu laufen, braucht andere Anleitungen, als ein Hund, der zieht, weil er gestresst ist. Ich habe Hunde getroffen, die erst durch jahrelanges Rucken an der Leine, durch permanente Richtungswechsel oder zahlreicher anderer Methoden so gestresst an der Leine waren, dass sie erst einmal lange Zeit gar nicht auf ein konstruktives Leinentraining angesprochen haben. Doch um diese Unterschiede zu erkennen, müssen wir in der Lage sein, das Verhalten des Hundes richtig zu deuten, also seine Körpersprache zu lesen. Und wir müssen in der Lage sein, das Alternativverhalten, dass wir trainieren wollen, auch für den Hund verständlich zu vermitteln.

Wir sind alles Individualisten, wir Menschen und die Hunde auch. Es kann kein 0815 Training geben, das für alle Hunde gleichermaßen gilt, weil es von jedem Hund individuell bewertet und umgesetzt wird.

Die Lösung liegt nicht darin, wie Sie die Leine halten, welches Kommando sie geben oder welches Handzeichen sie machen.

Die Lösung liegt einzig in der Fähigkeit Ihren Hund zu verstehen und sich selbst verständlich zu machen.

 

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Sie möchten, dass ich Ihnen helfe, aber Sie wohnen zu weit weg?

Videoanalyse - Hilfe über die Entfernung
 
Aufgrund der vielen Anfragen, die ich mittlerweile aus ganz Deutschland erhalte, biete ich eine neue Trainingsmöglichkeit über die Distanz an: Die Videoanalyse.
Generell ist eine telefonische Beratung zwar auch ohne Videos möglich, allerdings ist sie sehr begrenzt und schnell spekulativ.
Hunde sind individuell, in ihren Erfahrungen und ihrem Wesen. Somit zeigen Hunde auch immer ein individuelles Verhalten, auf das individuell eingegangen werden sollte.
 
Das Video hilft mir, die Körpersprache Ihres Hundes und die Situation insgesamt einschätzen zu können. Verstehen ist immer der Anfang, ohne Verstehen ist kein effektives und auch kein faires Training möglich.
 
Bevor wir also auf den Hund einwirken müssen wir immer erst
• verstanden haben, warum sich der Hund so verhält,
• das gezeigte Verhalten richtig interpretieren und
• in der Lage sein uns verständlich zu machen, damit der Hund versteht, was wir von ihm wollen.
 
Die Annahme, dass Hundetraining immer auf die gleiche Art und Weise erfolgen kann, ist m.E. der Hauptfaktor, warum so viele HundehalterInnen sich eher von ihrem Trainingsziel entfernen als es zu erreichen.
 
Was genau ist Videoanalyse und wie ist die Vorgehensweise?
 
Sie teilen mir per Mail oder telefonisch Ihr Problem mit und wir klären, ob ich Ihren Erwartungen entsprechend helfen kann.
Danach verabreden wir einen ca. einstündigen Telefontermin und ich mache mir ein Bild von den näheren Umständen, Ihren Trainingszielen und natürlich von Ihrem Hund. Wenn mehrere Personen im Haushalt leben, sollte über Lautsprecher telefoniert werden, damit alle Personen an dem Telefonat teilhaben können. 
Welche Art von Videos ich brauche, was darauf zu sehen sein muss etc. werde ich Ihnen ebenfalls bei diesem Gespräch genau erläutern. Die Videos laden Sie anschließend bei You tube, vimeo etc hoch, ich analysiere es und wir werten es gemeinsam per Telefon aus und besprechen die weiteren Trainingsschritte.
Wichtig ist: Je besser die Videos, desto besser kann ich Ihnen helfen. Daher ist es wichtig, dass Sie diese Filme nicht selbst mit dem Handy aufnehmen, sondern von einer weiteren Person filmen lassen.
 
Wie ist der Ablauf?
 
Erfahrungsgemäß reichen 2-3 Videos und die gleiche Anzahl an Telefonaten, um ein Verhalten richtig zu interpretieren und das Training anzuleiten.
Wichtig ist: Sollte Ihr Hund mehrere Probleme haben, sollten diese nacheinander trainiert werden.

Welches Honorar fällt an?

1 Stunde telefonische Beratung kostet 25 Euro, die Analyse Ihrer Videos ist darin enthalten. Bezahlt wird per Vorkasse.

Wann erreichen Sie mich am besten?
 
Erste Kontaktaufnahme bitte wenn möglich innerhalb meiner „Sprechstunden“ montags und donnerstags zwischen 9 und 10.30 Uhr. Sollte es Ihnen in dieser Zeit nicht möglich sein, versuchen Sie es einfach zu einem anderen Zeitpunkt oder schicken Sie mir eine kurze Mail, damit ich mich mit Ihnen in Verbindung setzen kann. 
 

"Nur wenn es uns gelingt, die Welt aus den Augen der Hunde zu betrachten, wenn wir sie in ihrer Andersartigkeit begreifen und ihre Bedürfnisse berücksichtigen, können wir in die Welt der Hunde eintauchen. Wenn wir in die Welt der Hunde eingetaucht sind, können wir anfangen mit ihnen zu kommunizieren. Und erst wenn wir mit ihnen kommunizieren können, können wir mit ihnen trainieren." (petra mazur)


 

Zunehmende Gewalt

In den Jahren meiner Berufstätigkeit habe ich leider die Erfahrung machen müssen, dass im Training mit Hunden zunehmend Gewalt zum Einsatz kommt. Diese ständige Konfrontation mit dem Thema Gewalt empfinde ich als ausgesprochen belastend. Daher widme ich in meinen Texten speziell dieser Problematik auch viel Aufmerksamkeit. Neben völlig verschüchterten, schreckhaften, angstaggressiven und misstrauischen Hunden habe ich auch Hunde vorgefunden, die entsprechend den Anleitungen von Hundetrainern hungern mussten. Darunter waren teilweise stark untergewichtige Hunde, einer davon lebensbedrohlich.

Aus diesem traurigen Anlass habe ich mich mit meinem Internetauftritt bemüht, das Thema Hundetraining so klar und umfangreich wie möglich zu beschreiben.

Bitte nehmen Sie sich etwas  Zeit für meine Texte, Sie werden ganz sicher etwas finden, was Ihnen weiterhilft.

Wir werden niemals in der Lage sein, in die Gedankenwelt unserer Hunde vorzudringen. Aber wir sollten stets ihre Gefühlslage und ihre Motivation richtig deuten können. Das heißt, allein das Ausdrucksverhalten der Hunde zu verstehen reicht nicht aus. Wir müssen auch die Gefühle richtig deuten, die das jeweilige Verhalten ausgelöst haben.

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Bevor wir einen Hund aufnehmen...

In unseren Köpfen ist ein Bild „wie Hunde nun mal so sind“. Dieses Bild ist geprägt durch Filmhunde, diverse Hundeunterhaltungsshows, bruchstückhafte Theorien über Wölfe und langjährige Überzeugungen. Dazu kommen unsere Erwartungen, die wir mit der Adoption eines Hundes verbinden. Und zu guter Letzt unsere Wünsche und Hoffnungen, von denen wir nur ungern abrücken. So eine Erwartungshaltung kann wie ein Fluch auf einem Hund lasten. Und, wie bei menschlichen Partnerschaften auch, gilt: Je mehr wir erwarten, desto größer kann die Enttäuschung sein.

Bei unserer Partnerwahl, ob nun für einen zwei- oder vierbeinigen Partner, spielen also unsere Erwartungen eine große Rolle. Bei den vierbeinigen Partnern orientieren wir uns in Bezug auf Intelligenz, Treue und Mut gerne an Filmhunden wie Lassie, Rex, Hachikō oder Huutsch. Das Kuriose daran ist, dass wir, obwohl uns diese überzogene Erwartungshaltung bewusst ist, trotzdem nicht von ihr loskommen.

Wenn Sie sich entschließen, Ihr Leben mit einem Hund teilen zu wollen, stellen Sie sich also nicht die Frage „Wie soll oder muss er sein?“ sondern fragen Sie sich:“ Bin ich bereit, einen Hund für viele Jahre aufzunehmen, mit allen Konsequenzen, die diese Entscheidung mit sich bringt?“ und „bin ich bereit, mein Leben mit einem anderen Lebewesen zu teilen, von dem ich alles in allem nichts weiß?" Denn genau das sind die wichtigen Punkte. Die Entscheidung für einen Hund ist im Grunde ein „Blind Date“. Allerdings mit dem gravierenden Unterschied, dass am nächsten Morgen keine getrennten Wege gegangen werden.

Die Frage einen Hund aufzunehmen, sollte somit unbedingt mit der Bereitschaft einhergehen, ihm in jedem Fall zur Seite stehen zu wollen. Auch, wenn er zum Beispiel in irgendeiner Weise verhaltensauffällig ist. Verhaltensauffälligkeiten, insbesondere Angststörungen, sind bei Hunden leider nicht selten. Solche Tiere brauchen in erster Linie verständnisvolle und geduldige Menschen, bevor sie irgendwelche Erwartungen erfüllen können.

Anstrengungen hingegen, die darauf abzielen, die eigenen Erwartungen irgendwie mittels Haurucktrainings oder dergleichen durchzudrücken, liefern in der Regel gegenteilige Ergebnisse. Das heißt: Je verbissener wir uns bemühen, den Hund in die von uns gewünschten Bahnen zu lenken, desto weiter entfernen wir uns häufig von diesem Ziel. Wenn dann noch mit Einschüchterung oder gar Schmerzzuführung gearbeitet wird, führt das unweigerlich zum Vertrauensverlust.

Doch wenn wir uns all dessen bewusst sind und wenn wir bereit sind Zugeständnisse zu machen, können wir sehr oft das, was wir wünschen, und das, womit wir es zu tun haben, in Einklang bringen.

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Die 3 größten Irrtümer im Umgang mit Hunden 

1. Gewalt:
Gewalt im Umgang mit Hunden ist nicht nur unfair sondern auch alles andere als zielführend. Ein Hund, der gelernt hat, dass er den Menschen nicht vertrauen kann, der gelernt hat, dass Menschen  grob und unberechenbar sind, wird sich hauptsächlich darauf konzentrieren, weiteren Gewaltanwendungen zu entkommen. Das bedeutet: Er wird genau beobachten, wo die Hände oder Füße sind und er wird genau hinhören, um die jeweilige Gemütsverfassung zu analysieren, die bei den Kommandos immer mit übermittelt wird.. Er wird sich darauf konzentrieren, welche Möglichkeiten der Gefahrenabwehr und welche Fluchtmöglichkeiten bestehen. Angst und Unsicherheit blockieren Hunde im lernen und machen es ihnen schwer bis unmöglich, sich auf Kommandos oder Neues zu konzentrieren. Vertrauen ist also weit mehr als nur eine Entscheidung zu einem fairen Umgang mit unseren Hunden. Erst Vertrauen schafft eine optimale Lernatmosphäre, unter der ein Hund die größtmöglichen Lernerfolge zeigen kann.

2. Dominanz und Rudelführung
Ein Rudel ist ein Familienverband, d.h. ein Rudel besteht immer aus Mitgliedern einer Familie (und somit einer Spezies). Ein Rudel, das aus unterschiedlichen Spezies (Mensch/Hund) gebildet wird, gibt es nicht. Die Rudelführung dient in erster Linie dazu, das genetische Erbgut zu verbreiten, sprich der Möglichkeit der Verpaarung. Damit sollte klar werden, dass die ganze Theorie über Rudelführung und Co. zwischen Mensch und Hund großer Unsinn ist. Allerdings sind es die Hunde, die unter diesem Wahnsinn leiden müssen. Bitte lassen Sie sich nicht länger an der Nase herum führen, egal wie oft Sie hören oder lesen, dass Sie der Rudelführer werden müssen. Eine Aussage wird nicht dadurch wahr, nur weil sie immer wieder ausgesprochen oder geschrieben wird!

Auch die weitverbreitete Annahme, einen dominanten Hund zu haben, ist falsch! Dominanz bedeutet in der Biologie, eine Situation kontrollieren und bestimmen zu können. Vereinfacht könnte man sagen: Dominanz bedeutet Überlegenheit. Wenn ein Hund überlegen wäre, würde er sich nicht ständig unterwerfen. Und er würde auch nur Regeln akzeptieren, die ihm in den Kram passen. Kurz und gut: Wäre der Hund dominant, würde er die Regeln aufstellen. Wir könnten Hunde gar nicht trainieren, wenn sie sich uns überlegen fühlten, da sie sich in unsere Vorstellungen von einem gemeinsamen Leben so gar nicht einfügen würden.  Es ist immer der Dominante, der die Regel bestimmt und der Unterlegene führt sie aus. Sollte Ihr Hund Ihre Regeln nicht befolgen liegt es nicht daran, dass er dominant ist, sondern dass er Sie wahrscheinlich überhaupt nicht verstanden hat!

Auf Dominanz wird also mit Unterwürfigkeit und Demut reagiert. So könnte man auch sagen, das Gegenteil von Dominanz ist Demut.

Woran erkennen Sie Unterwürfigkeit und Demut?

Wenn Sie Ihren Hund ansprechen, rufen, ansehen, berühren, sich nähern oder schimpfen, und Ihr Hund

• streckt die Zunge raus  und oder
• leckt sich über die Nase und oder
• gähnt und oder
• senkt den Kopf und oder
• legt die Ohren zurück und oder
• legt sich oder setzt sich hin und oder

ist das ein zuverlässiges Zeichen von Beschwichtigung und/oder Unterwürfigkeit.

Und das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus einer Vielzahl von möglichen Beschwichtigungssignalen und Demutsgesten, die Hunde häufig zeigen. Beschwichtigung heißt: „BITTE TU MIR NICHTS“ und würden in den oben genannten Situationen niemals von einem überlegenen, führenden oder ranghöherem Hund gezeigt. Darüber hinaus gibt es zahlreiche andere Verhaltensweisen, die Ihr Hund Ihnen gegenüber zeigt, um Ihnen unmissverständlich zu sagen, dass er Ihre Führung akzeptiert. Ich kann Ihnen nur ans Herz legen, lernen Sie die Sprache Ihres Hundes, das ist gar nicht schwer.

Und aufgepasst: Es ist KEIN Zeichen von Dominanz, wenn Ihr Hund sich weder Futter noch sonst etwas gerne wegnehmen lässt und es verteidigt. Oder wenn Ihr Hund nicht sofort das weiche Sofa, Bett oder sonstiges räumt, nur weil Sie das möchten. Dieses Verhalten zeigt lediglich, dass sie einen klugen Hund haben, der nicht bereit ist, sich alles Schöne in seinem Leben völlig widerstandslos wegnehmen zu lassen! ALSO:Sollte Ihr Hund für ihn wichtige Ressourcen (Futter, Liegeplatz, Spielzeug etc) verteidigen, ist das kein Führungsanspruch! (Geben Sie immer gleich alles auf, was Sie wertschätzen?) Und auch Eifersucht (z.B. sich zwischen Ihnen und einen Anderen zu drängen) zeigen nicht nur Lebewesen, die die Machtposition inne haben!

Tatsächlich habe ich noch niemals einen Hund erlebt, der ein Verhalten gezeigt hat, dass den Führungsanspruch auch nur angedeutet hätte. Der Kampf und die Machtposition bei Hunden macht nur Sinn, wenn es um die Fortpflanzung geht oder wenn Futterknappheit herrscht. Warum frage ich Sie also, sollte Ihr Hund so dumm sein, mit Ihnen – aufgrund Ihrer Größe sind Sie für jeden Hund ein überlegener Gegner! – in den Kampf ziehen, den er sowieso nur verlieren kann, wo er Sie gar nicht als „Fortpflanzungsrivalen“ sieht und wo er doch täglich von IHNEN sein Futter bekommt?
Streichen Sie die Worte Dominanz und Rudelführung aus Ihrem Gedächtnis, schauen sie Ihren Hund an, und vielleicht fangen Sie noch mal ganz neu an. Ihr Hund hat es verdient.

3. Gleichheit aller Hunde
Viele Fragen, die an mich gerichtet werden, implizieren die Annahme, alle Hunde wären irgendwie gleich. Offensichtlich herrscht die Überzeugung, dass es keine Individualität unter Hunden gibt. Manche Halter reagieren regelrecht verwundert, dass ihr zweiter Dackel nicht wie der erste ist. Woher kommt das? Jeder der mehr als einen Hund kennt, muss zu dem Ergebnis kommen, dass Hunde individuell sind. Das Hunde - wie alle anderen Lebewesen auch - einen eigenen Charakter haben. Dass jeder Hund seine Eigenarten hat, sein ureigene Art zu kommunizieren, seine eigene Lernfähigkeit oder Lernbereitschaft und und und. Ganz zu schweigen von seinen Erfahrungen, die ihn geprägt haben und seiner genetischen Disposition. Und ganz wichtig: Auch Rassezugehörigkeit bedeutet nicht Gleichheit! Selbst die Wurfgeschwister untereinander sind oft grundverschieden! Rassezugehörigkeit kann Hinweise auf bestimmte Verhaltensweisen geben, die häufiger gezeigt werden, sind aber auch kein Garant. Nicht jeder Border ist auch ein begnadeter Hütehund! Ich bin davon überzeugt, dass ein Hund mehr durch seine Erfahrungen und sein soziales Umfeld geprägt wird, als durch seine Rassezugehörigkeit.

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Ein wundervolles Gedicht von I. Winiasky

Der Betrug
 
Man hat mich gesehen und kaufte mich prompt,
denn ich bin ein Hund, der vom Züchter kommt.
Und wird es nicht allenthalben empfohlen,
man soll gute Hunde beim Züchter holen?
Und alle Erwartungen trafen ein:
Ich bin hübsch, lieb und kann auch folgsam sein.
 
Mich hat man am Strand draußen aufgelesen,
da bin ich seit Monaten schon gewesen.
Man hat mich getreten, es gab nichts zu fressen,
dann stieß man mich weg und hat mich vergessen.
Bin alt nun und krank, mein Herz tut mir weh.
Hab nur gelernt, dass ich gar nichts versteh.
 
Ich wurde in einer Tonne geboren,
meine Finder gaben mich schon verloren.
Mein rechtes Ohr hängt, das linke blieb stehen
und auf einem Auge kann ich nicht sehen.
Ich liebe die Menschen und weiß nicht warum.
Sie finden mich hässlich, mickrig und dumm.
 
Ihr seht, ich bin hübsch und mein Fell ist glatt.
Man pflegte mich gut in der großen Stadt.
Sie haben mich sogar angezogen,
operiert und die Ohren hochgebogen.
Dann wurde ich an einen Baum gebunden,
dort hat mich nach Tagen jemand gefunden.
 
Und Du? Wer bist Du? Hast noch nicht gesprochen.
Hast bis jetzt mit der Nase am Gitter gerochen.
Wenn sie kommen um einen auszusuchen,
verschmähst du all ihre Hundekuchen.
Siehst niemanden an und willst dich nicht binden.
Möchtest du keine neue Familie finden?
Eine Pause tritt ein. Niemand sagt ein Wort.
Der Blick des Gefangenen driftet weit fort.
Sein Kopf ist erhoben, die Schultern gestrafft,
der Körper ist mager und doch voller Kraft.
 
Dann dreht er sich um, sein Schwanz fächelt
leicht den Wind, der von Norden herüberstreicht.
Der Blick seiner blauen Husky-Augen
scheint sich am Fragenden festzusaugen.
 
„Versteht ihr nicht“, flüstert er in den Wind,
dass wir nur eine Laune der Menschen sind?
Sie wollen uns schaffen nach ihrem Gefallen
und wissen doch nicht wohin mit uns allen.
In dieser Sekunde sind wir schon verloren,
denn es werden tausend Welpen geboren.
 
Wir sind zu viele, das ist der Betrug,
denn Menschen bekommen niemals genug.
Sie wissen es alle, doch die endlose Flut
immer neuer Hunde gefällt ihnen gut.
Die endlosen Züge der überschussfracht
sind in Tierheimen ja wunderbar untergebracht.“
 
Sanft hebt er die Schnauze, setzt an zum Gesang.
Ein klagender Ton zieht die Gitter entlang.
Eine Türe schlägt zu und dann schweigt er still,
weil das, was er weiß, niemand wissen will.
Er legt sich nieder, bettet ruhig sein Haupt.
Oh ja, es sind viele! Viel mehr, als man glaubt....
 
I. Winiawsky
 
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"Was wir im Allgemeinen als Erziehung oder Training bezeichnen, ist oftmals nichts anderes als psychische oder physische Einschüchterung. So drängen wir die Hunde durch permanente Machtdemonstration in ein Verhalten, das wir uns wünschen oder billigen können. Und obwohl viele Hunde ihre Halter als unberechenbar empfinden müssen, obwohl viele Hunde andauerndem Machtmissbrauch bis hin zur Gewalteinwirkung ausgesetzt sind, gibt es nur sehr wenige Hunde, die sich verteidigen. Und kaum jemand begreift diese Tatsache als sicheres Indiz dafür, dass in Wirklichkeit der Mensch von dem Sozialverhalten der Hunde lernen sollte." 

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Sie sollten keinen Termin mit mir vereinbaren, wenn

• Sie erwarten, dass ich mit Leinenruck, Schepperdosen, Wurfketten oder anderen Utensilien bzw. Methoden arbeite, um Ihren Hund einzuschüchtern.
• Sie davon ausgehen, dass mein Training auf den üblichen Standards also der Dominanz-oder Rudelführertheorie aufbaut.
• Sie generell nicht bereit oder in der Lage sind, langjährigen Überzeugungen abzulegen und somit nicht lernen sondern nur recht haben wollen
• Sie erwarten, dass ich Ihren Hund gemäß Ihrer Vorstellung oder einer gängigen Rassebeschreibung umforme oder zu dem Hund verwandele, den Sie schmerzlich vermissen.
• Sie erwarten, dass ich die Fehler einzig beim Hund suche.
• Sie einen Zaubertrick erwarten, der die Probleme mit einem Fingerschnipp löst
• und nicht zuletzt: Sie sollten mich nicht rufen, wenn Sie Ihren Hund nicht (mehr) lieben. Alles geht, wenn man liebt, aber ich kann nichts mehr tun, wenn keine Liebe (mehr) da ist.

Niemand hört wohl gerne, dass er Fehler gemacht hat oder lange Zeit von etwas überzeugt war, dass am Ende doch nicht ganz so den Tatsachen entspricht. Aber es geht nicht um Fehler oder um Rechthaben. Und so einleuchtend sich das auch alles hier liest, in der Realität ist es schwierig mit uns Menschen. Wir wollen und wir brauchen Hilfe, aber wir wollen uns auch nicht reinreden oder belehren lassen. Und schon gar nicht, wenn es um Erziehung geht ;).

Was steckt hinter diesem Phänomen, das wohl jeder schon mal erlebt hat? Ist es unsere Schwierigkeit uns selbst Fehler zuzubilligen oder einzugestehen? Aber ist es nicht in Wahrheit so, dass Lernen ohne Fehler zu machen gar nicht möglich ist? Und ist es nicht auch so, dass, wenn ich etwas Neues gelernt habe, klüger bin als vorher, was doch durchaus ein angenehmes Gefühl sein müsste?!

Ich erlebe beim Hundetraining immer wieder, dass solche inneren Kämpfe viel Zeit und Kraft kosten. Meine Empfehlung ist daher, sich im Vorfeld all das einmal durch den Kopf gehen zu lassen. Es erscheint mir die beste Möglichkeit, um Enttäuschungen vorzubeugen. Wenn Sie bereit sind Zeit und Geld zu investieren, sollten wir auch gemeinsam an dem Erreichen Ihres Ziels arbeiten. Wir sollten gemeinsam daran arbeiten, dass Veränderungen möglich sind und Probleme bewältigt werden können. Nur darum komme ich.

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Bitte nehmen Sie sich etwas Zeit, auf meiner Seite zu lesen. Oftmals fehlt uns einfach das Verständnis, um klar zu sehen. Und häufig sind nur ein paar Gedankenanschubser notwendig, um Verhaltensweisen zu verstehen und zu verändern.

 

Sie erreichen mich unter den Nummern 017655112408 und 05041/61610. Gerne können Sie mich auch per E-Mail kontaktieren, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Sollten Sie mich telefonisch nicht erreichen rufe ich Sie selbstverständlich gerne zurück.

 

 

Termine außerhalb der Landkreise Hannover, Hameln und Hildesheim nur nach frühzeitiger Absprache möglich.