Hundetraining / Hundeschule / Hundetrainer

 

 

Stellen Sie sich vor...

Sie könnten Sich einfach mit Ihrem Hund verständigen. Sie würden Ihren Hund verstehen und könnten sich selbst Ihrem Hund verständlich machen. Welche Hilfe brauchten Sie dann noch von außen? Und sollte es im Training mit Hunden, in der Hundeschule, bei der Erziehung von Hunden nicht genau darum gehen, das wir lernten, uns mit unseren Hunden zu verständigen?

Meine Aufgabe sehe ich darin, genau dieses Verstehen herzustellen, denn einzig darum geht es. Wir brauchen für den Umgang mit unseren Hunden keine starren Regeln, keine Bücher und kein geläufiges Hundetraining, sondern einzig die Fähigkeit, unsere Hunde in ihrem Verhalten zu verstehen und das Vermögen, uns selbst verständlich zu machen. In dem Moment, wo wir mit unseren Hunden kommunizieren können, brauchen wir keine Hilfe mehr von außen. Wer wollte uns dann noch sagen, was unser Hund tun oder lassen sollte? Sie teilen mit Ihrem Hund Ihr Leben, darum sollten auch Sie die Regeln aufstellen. Ihre Regeln.

Die vielen Ratschläge in den Büchern, dem Fernsehen und in den zahlreichen Videos haben nicht dazu beitragen können, dass Menschen und Hunde sich näher kommen konnten und noch weniger, dass sie sich einander verständlich machen konnten. Das Gegenteil davon scheint eingetreten zu sein.. Die Verwirrung ist groß und das Miteinander wird zunehmend schwieriger und missverständlicher.

Es ist nicht schwer, die Körpersprache der Hunde zu lesen oder ihre Lautäußerungen richtig einzuordnen. Es braucht lediglich ein wenig Übung. Und es ist auch nicht schwer, sich den Hunden klar mitzuteilen. Dennoch ist fast immer eine missverständliche Kommunikation der Grund für die vielen Probleme, die das Zusammenleben von Menschen und Hunden belasten. Doch es ist uns nur selten bewusst, das letztlich vieles auf Missverstehen und Missverständnissen beruht.

Unsere Schwierigkeiten im Umgang mit den Hunden basieren fast immer auf der falschen Annahme, dass wir zwar den Hund richtig verstanden haben, der Hund nur uns nicht richtig versteht oder nicht verstehen will. Aber Sie können mir glauben: Der Hund will Sie schon verstehen, schließlich ist sein Überleben davon abhängig, er kann es nur häufig nicht.

Hinzu kommt, dass wir den Fehler machen, Kommunikation rein auf die analytische Ebene zu beschränken. Das funktioniert zwar in gewisser Weise und innerhalb gewisser Grenzen, aber wir stellen so weder eine innige Bindung her, noch schöpfen wir die Möglichkeiten aus, die uns in der Verständigung mit unseren Hunden zur Verfügung stehen. Kommunikation, die allein auf der analytischen Ebene abläuft, birgt viele Fehlinterpretationen und Irrtümer und ist häufig der Grund für jahrelange Verzweiflung auf beiden Seiten.

Die Kommunikation auf der zweiten Ebene, der emotionalen Ebene dagegen ist sehr viel klarer und selten missverständlich. Doch von dieser Ebene hört und liest man fast gar nichts. Und obwohl wir diese Fähigkeit alle in uns haben, wenden wir sie fast gar nicht im Umgang mit unseren Hunden an.

Dieses Verstehen wieder herzustellen, ist das Ziel  meiner Arbeit. Nur so ist es möglich, ein gezeigtes Verhalten zu korrigieren oder ein gewünschtes Verhaltensmuster zu etablieren. Ohne dieses Verständnis, ohne die Fähigkeit sich zu verständigen, ist eine faire und dauerhafte Einflussnahme auf den Hund fast unmöglich.

Miteinander ist Kommunikation und richtig zu kommunizieren kann man lernen.

 


"Nichts hat Hund und Mensch jemals mehr voneinander getrennt, als diese zwei Worte: Dominanz und Rudelführung". (petra mazur)   



"Nur wenn es uns gelingt, die Welt aus den Augen der Hunde zu betrachten, wenn wir sie in ihrer Andersartigkeit begreifen und ihre Bedürfnisse berücksichtigen, können wir in die Welt der Hunde eintauchen. Wenn wir in die Welt der Hunde eingetaucht sind, können wir anfangen mit ihnen zu kommunizieren. Und erst wenn wir mit ihnen kommunizieren können, können wir mit ihnen trainieren." (petra mazur)


 
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In den Jahren meiner Berufstätigkeit habe ich leider die Erfahrung machen müssen, dass im Training mit Hunden zunehmend Gewalt zum Einsatz kommt. Diese ständige Konfrontation mit dem Thema Gewalt empfinde ich als ausgesprochen belastend. Daher widme ich in meinen Texten speziell dieser Problematik auch viel Aufmerksamkeit. Neben völlig verschüchterten, schreckhaften, angstaggressiven und misstrauischen Hunden habe ich auch Hunde vorgefunden, die entsprechend den Anleitungen von Hundetrainern hungern mussten. Darunter waren teilweise stark untergewichtige Hunde, einer davon lebensbedrohlich.

Aus diesem traurigen Anlass habe ich mich mit meinem Internetauftritt bemüht, das Thema Hundetraining so klar und umfangreich wie möglich zu beschreiben.

Bitte nehmen Sie sich etwas  Zeit für meine Texte, Sie werden ganz sicher etwas finden, was Ihnen weiterhilft.

Wir werden niemals in der Lage sein, in die Gedankenwelt unserer Hunde vorzudringen. Aber wir sollten stets ihre Gefühlslage und ihre Motivation richtig deuten können. Das heißt, allein das Ausdrucksverhalten der Hunde zu verstehen reicht nicht aus. Wir müssen auch die Gefühle richtig deuten, die das jeweilige Verhalten ausgelöst haben.

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Bevor wir einen Hund aufnehmen...

In unseren Köpfen ist ein Bild „wie Hunde nun mal so sind“. Dieses Bild ist geprägt durch Filmhunde, diverse Hundeunterhaltungsshows, bruchstückhafte Theorien über Wölfe und langjährige Überzeugungen. Dazu kommen unsere Erwartungen, die wir mit der Adoption eines Hundes verbinden. Und zu guter Letzt unsere Wünsche und Hoffnungen, von denen wir nur ungern abrücken. So eine Erwartungshaltung kann wie ein Fluch auf einem Hund lasten. Und, wie bei menschlichen Partnerschaften auch, gilt: Je mehr wir erwarten, desto größer kann die Enttäuschung sein.

Bei unserer Partnerwahl, ob nun für einen zwei- oder vierbeinigen Partner, spielen also unsere Erwartungen eine große Rolle. Bei den vierbeinigen Partnern orientieren wir uns in Bezug auf Intelligenz, Treue und Mut gerne an Filmhunden wie Lassie, Rex, Hachikō oder Huutsch. Das Kuriose daran ist, dass wir, obwohl uns diese überzogene Erwartungshaltung bewusst ist, trotzdem nicht von ihr loskommen.

Wenn Sie sich entschließen, Ihr Leben mit einem Hund teilen zu wollen, stellen Sie sich also nicht die Frage „Wie soll oder muss er sein?“ sondern fragen Sie sich:“ Bin ich bereit, einen Hund für viele Jahre aufzunehmen, mit allen Konsequenzen, die diese Entscheidung mit sich bringt?“ und „bin ich bereit, mein Leben mit einem anderen Lebewesen zu teilen, von dem ich alles in allem nichts weiß?" Denn genau das sind die wichtigen Punkte. Die Entscheidung für einen Hund ist im Grunde ein „Blind Date“. Allerdings mit dem gravierenden Unterschied, dass am nächsten Morgen keine getrennten Wege gegangen werden.

Die Frage einen Hund aufzunehmen, sollte somit unbedingt mit der Bereitschaft einhergehen, ihm in jedem Fall zur Seite stehen zu wollen. Auch, wenn er zum Beispiel in irgendeiner Weise verhaltensauffällig ist. Verhaltensauffälligkeiten, insbesondere Angststörungen, sind bei Hunden leider nicht selten. Solche Tiere brauchen in erster Linie verständnisvolle und geduldige Menschen, bevor sie irgendwelche Erwartungen erfüllen können.

Anstrengungen hingegen, die darauf abzielen, die eigenen Erwartungen irgendwie mittels Haurucktrainings oder dergleichen durchzudrücken, liefern in der Regel gegenteilige Ergebnisse. Das heißt: Je verbissener wir uns bemühen, den Hund in die von uns gewünschten Bahnen zu lenken, desto weiter entfernen wir uns häufig von diesem Ziel. Wenn dann noch mit Einschüchterung oder gar Schmerzzuführung gearbeitet wird, führt das unweigerlich zum Vertrauensverlust.

Doch wenn wir uns all dessen bewusst sind und wenn wir bereit sind Zugeständnisse zu machen, können wir sehr oft das, was wir wünschen, und das, womit wir es zu tun haben, in Einklang bringen.

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Die 3 größten Irrtümer im Umgang mit Hunden 

1. Gewalt:
Gewalt im Umgang mit Hunden ist nicht nur unfair sondern auch alles andere als zielführend. Ein Hund, der gelernt hat, dass er den Menschen nicht vertrauen kann, der gelernt hat, dass Menschen  grob und unberechenbar sind, wird sich hauptsächlich darauf konzentrieren, weiteren Gewaltanwendungen zu entkommen. Das bedeutet: Er wird genau beobachten, wo die Hände oder Füße sind und er wird genau hinhören, um die jeweilige Gemütsverfassung zu analysieren, die bei den Kommandos immer mit übermittelt wird.. Er wird sich darauf konzentrieren, welche Möglichkeiten der Gefahrenabwehr und welche Fluchtmöglichkeiten bestehen. Angst und Unsicherheit blockieren Hunde im lernen und machen es ihnen schwer bis unmöglich, sich auf Kommandos oder Neues zu konzentrieren. Vertrauen ist also weit mehr als nur eine Entscheidung zu einem fairen Umgang mit unseren Hunden. Erst Vertrauen schafft eine optimale Lernatmosphäre, unter der ein Hund die größtmöglichen Lernerfolge zeigen kann.

2. Dominanz und Rudelführung
Ein Rudel ist ein Familienverband, d.h. ein Rudel besteht immer aus Mitgliedern einer Familie (und somit einer Spezies). Ein Rudel, das aus unterschiedlichen Spezies (Mensch/Hund) gebildet wird, gibt es nicht. Die Rudelführung dient in erster Linie dazu, das genetische Erbgut zu verbreiten, sprich der Möglichkeit der Verpaarung. Damit sollte klar werden, dass die ganze Theorie über Rudelführung und Co. zwischen Mensch und Hund großer Unsinn ist. Allerdings sind es die Hunde, die unter diesem Wahnsinn leiden müssen. Bitte lassen Sie sich nicht länger an der Nase herum führen, egal wie oft Sie hören oder lesen, dass Sie der Rudelführer werden müssen. Eine Aussage wird nicht dadurch wahr, nur weil sie immer wieder ausgesprochen oder geschrieben wird!
Auch die weitverbreitete Annahme, einen dominanten Hund zu haben, ist falsch. Es gibt keinen generell dominanten Hund! Dominanz (in diesem Zusammenhang wohl am besten mit Überlegenheit übersetzt) zeigt sich erst in den jeweiligen Begegnungen. Der Hund, der sich sicherer und damit überlegen fühlt, wird seine Dominanz körpersprachlich zum Ausdruck bringen. (Und das ist nicht der laute oder zappelige Hund!)

3. Gleichheit aller Hunde
Viele Fragen, die an mich gerichtet werden, implizieren die Annahme, alle Hunde wären irgendwie gleich. Offensichtlich herrscht die Überzeugung, dass es keine Individualität unter Hunden gibt. Manche Halter reagieren regelrecht verwundert, dass ihr zweiter Dackel nicht wie der erste ist. Woher kommt das? Jeder der mehr als einen Hund kennt, muss zu dem Ergebnis kommen, dass Hunde individuell sind. Das Hunde - wie alle anderen Lebewesen auch - einen eigenen Charakter haben. Dass jeder Hund seine Eigenarten hat, sein ureigene Art zu kommunizieren, seine eigene Lernfähigkeit oder Lernbereitschaft und und und. Ganz zu schweigen von seinen Erfahrungen, die ihn geprägt haben und seiner genetischen Disposition. Und ganz wichtig: Auch Rassezugehörigkeit bedeutet nicht Gleichheit! Selbst die Wurfgeschwister untereinander sind oft grundverschieden! Rassezugehörigkeit kann Hinweise auf bestimmte Verhaltensweisen geben, die häufiger gezeigt werden, sind aber auch kein Garant. Nicht jeder Border ist auch ein begnadeter Hütehund! Ich bin davon überzeugt, dass ein Hund mehr durch seine Erfahrungen und sein soziales Umfeld geprägt wird, als durch seine Rassezugehörigkeit.

Woran Sie zuverlässig erkennen, dass Ihr Hund NICHT dominant oder in der (Rudel-) Führung ist:

Wenn Sie Ihren Hund ansprechen, rufen, ansehen, berühren, sich nähern oder schimpfen, und Ihr Hund

• streckt die Zunge raus  und oder
• leckt sich über die Nase und oder
• gähnt und oder
• senkt den Kopf und oder
• legt die Ohren zurück und oder
• legt sich oder setzt sich hin und oder

ist das ein zuverlässiges Zeichen von Beschwichtigung und/oder Unterwürfigkeit.

Und das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus einer Vielzahl von möglichen Beschwichtigungssignalen und Demutsgesten, die Hunde häufig zeigen. Beschwichtigung heißt: „BITTE TU MIR NICHTS“ und würden in den oben genannten Situationen niemals von einem überlegenen, führenden oder ranghöherem Hund gezeigt. Darüber hinaus gibt es zahlreiche andere Verhaltensweisen, die Ihr Hund Ihnen gegenüber zeigt, um Ihnen unmissverständlich zu sagen, dass er Ihre Führung akzeptiert. Ich kann Ihnen nur ans Herz legen, lernen Sie die Sprache Ihres Hundes, das ist gar nicht schwer.

Und aufgepasst: Es ist KEIN Zeichen von Dominanz, wenn Ihr Hund sich weder Futter noch sonst etwas gerne wegnehmen lässt und es verteidigt. Oder wenn Ihr Hund nicht sofort das weiche Sofa, Bett oder sonstiges räumt, nur weil Sie das möchten. Dieses Verhalten zeigt lediglich, dass sie einen klugen Hund haben, der nicht bereit ist, sich alles Schöne in seinem Leben völlig widerstandslos wegnehmen zu lassen! ALSO:Sollte Ihr Hund für ihn wichtige Ressourcen (Futter, Liegeplatz, Spielzeug etc) verteidigen, ist das kein Führungsanspruch! (Geben Sie immer gleich alles auf, was Sie wertschätzen?) Und auch Eifersucht (z.B. sich zwischen Ihnen und einen Anderen zu drängen) zeigen nicht nur Lebewesen, die die Machtposition inne haben!

Tatsächlich habe ich noch niemals einen Hund erlebt, der ein Verhalten gezeigt hat, dass den Führungsanspruch auch nur angedeutet hätte. Der Kampf und die Machtposition bei Hunden macht nur Sinn, wenn es um die Fortpflanzung geht oder wenn Futterknappheit herrscht. Warum frage ich Sie also, sollte Ihr Hund so dumm sein, mit Ihnen – aufgrund Ihrer Größe sind Sie für jeden Hund ein überlegener Gegner! – in den Kampf ziehen, den er sowieso nur verlieren kann, wo er Sie gar nicht als „Fortpflanzungsrivalen“ sieht und wo er doch täglich von IHNEN sein Futter bekommt?
Streichen Sie die Worte Dominanz und Rudelführung aus Ihrem Gedächtnis, schauen sie Ihren Hund an, und vielleicht fangen Sie noch mal ganz neu an. Ihr Hund hat es verdient.

"Was wir im Allgemeinen als Erziehung oder Training bezeichnen, ist oftmals nichts anderes als psychische oder physische Einschüchterung. So drängen wir die Hunde durch permanente Machtdemonstration in ein Verhalten, das wir uns wünschen oder billigen können. Und obwohl viele Hunde ihre Halter als unberechenbar empfinden müssen, obwohl viele Hunde andauerndem Machtmissbrauch bis hin zur Gewalteinwirkung ausgesetzt sind, gibt es nur sehr wenige Hunde, die sich verteidigen. Und kaum jemand begreift diese Tatsache als sicheres Indiz dafür, dass in Wirklichkeit der Mensch von dem Sozialverhalten der Hunde lernen sollte." 

 

Bitte nehmen Sie sich etwas Zeit, unter der Rubriken Grundsätzliches  finden Sie Texte zu verschiedenen Themen. Zum Beispiel:

• Wie Hunde lernen
• Angst
• Leinenruck
• Hundetrainer
• Ein Hund aus dem Tierheim
• Dominanz und Rudelführung
• Intuition in der Hundeerziehung

und viele andere Themen.

 

 

 

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